Der QIDI Plus 5 ist ein geschlossener CoreXY-3D-Drucker mit einem Bauraum von 320 × 320 × 300 Millimetern. Neben dem großen Druckvolumen bietet er ein Hotend mit bis zu 370 °C, ein Heizbett bis 120 °C und eine aktiv beheizte Druckkammer, die bis zu 65 °C erreichen kann.
In diesem Beitrag geht es um meine ersten Erfahrungen mit dem QIDI Plus 5, die technischen Eigenschaften und die Einbindung in Home Assistant.
Die wichtigsten technischen Daten
- Bauraum: 320 × 320 × 300 mm
- Druckeraufbau: geschlossener CoreXY-Rahmen
- Maximale Hotend-Temperatur: 370 °C
- Maximale Heizbetttemperatur: 120 °C
- Maximale Kammertemperatur: 65 °C
- Maximale Druckgeschwindigkeit: bis zu 600 mm/s
- Maximale Beschleunigung: bis zu 20.000 mm/s²
- Druckplatte: beidseitig strukturierte PEI-Platte
- Firmware: Klipper
- Konnektivität: WLAN, Ethernet und USB
- Display: 4-Zoll-Touchscreen
- Abmessungen: 500 × 488 × 558 mm
- Gewicht: rund 29 kg
Aufbau und Mechanik
Der QIDI Plus 5 arbeitet mit einer CoreXY-Mechanik. Die X-Achse wird über eine Linearführung bewegt, während die Z-Achse mit zwei unabhängig arbeitenden Spindelmotoren ausgestattet ist.
Zum Einsatz kommen außerdem ein Direct-Drive-Extruder mit gehärteten Stahlzahnrädern sowie ein leichter Druckkopf. Die automatische Riemenspannung und der stabile Metallrahmen sollen für zuverlässige Bewegungen und eine gleichmäßige Druckqualität sorgen.
Durch den geschlossenen Bauraum eignet sich der Plus5 nicht nur für PLA und PETG. Mit dem beheizten Druckraum ist er grundsätzlich auch für anspruchsvollere Materialien wie ABS, ASA, Nylon oder Polycarbonat ausgelegt.
Temperaturreserven für technische Materialien
Das Hotend erreicht bis zu 370 °C. Damit ist der Drucker auch für Filamente geeignet, die höhere Verarbeitungstemperaturen benötigen.
Das Heizbett kann bis zu 120 °C erreichen. Besonders interessant ist außerdem die aktiv beheizte Druckkammer mit einer maximalen Temperatur von 65 °C. Eine warme und möglichst konstante Umgebung kann bei größeren Bauteilen aus technischen Materialien helfen, Verzug und Spannungen im Modell zu reduzieren.
Die Aufheizzeit der Kammer habe ich ebenfalls überprüft. Bei einer Ausgangstemperatur von etwa 34 °C dauerte es ungefähr 35 Minuten, bis 65 °C erreicht wurden. Das ist nicht besonders schnell, bei dem vergleichsweise großen Druckraum aber nachvollziehbar.
Für PLA ist die beheizte Kammer nicht notwendig. Bei ABS, ASA und ähnlichen Materialien kann sie jedoch ein wichtiger Vorteil sein.
First-Layer-Test über die gesamte Druckfläche
Ein großer Druckbereich ist nur dann wirklich praktisch, wenn die erste Schicht gleichmäßig auf der Platte liegt. Deshalb habe ich einen First-Layer-Test über einen großen Teil der 320 × 320 Millimeter großen Druckfläche durchgeführt.
Das Ergebnis war nicht überall gleichmäßig. In den Ecken lagen die Bahnen sauber zusammen und die erste Schicht sah dort gut aus. Über weitere Bereiche der Platte waren die einzelnen Linien jedoch nicht vollständig miteinander verbunden. Es blieben sichtbare Zwischenräume.
Für einen abschließenden Eindruck müsste ich den Drucker an dieser Stelle noch einmal gezielt kalibrieren und den Test anschließend wiederholen. Mögliche Einflussfaktoren sind unter anderem der Z-Offset, das automatische Leveling, die Druckplatte, die Temperaturverteilung und die verwendeten Slicer-Einstellungen.
Wärmebild-Test der Druckplatte
Die Heizplatte des QIDI Plus 5 habe ich mit einer Wärmebildkamera bei 60, 80 und 120 °C betrachtet.
Bei 60 und 80 °C wirkte die Temperaturverteilung in meinem Test insgesamt unauffällig. Bei 120 °C zeigte sich eine Abweichung von ungefähr 10 °C zwischen verschiedenen Bereichen der Platte.
Die Messung erfolgte direkt auf der strukturierten PEI-Platte. Da solche Oberflächen Wärme reflektieren können, sind die Werte nicht als exakte Labor-Messung zu verstehen. Sie geben jedoch einen praktischen Eindruck davon, wie sich die Temperatur über die Fläche verteilt.
Erste Drucke mit PLA
Für die ersten Drucke habe ich unter anderem einen Benchy, detaillierte Testmodelle und funktionale Bauteile verwendet. Dabei wollte ich prüfen, wie der QIDI Plus 5 mit kleinen Details, Überhängen, Flächen und schnellen Bewegungen umgeht.


