Home Assistant 2026.5 erscheint voraussichtlich Heute am 6. Mai 2026 und bringt ein Release, das vor allem für Bastler, Automatisierungsfans und Besitzer älterer Smart-Home-Hardware spannend ist. Statt nur an der Oberfläche zu polieren, erweitert Home Assistant diesmal mehrere technische Grundlagen: Funk über RF wird zur eigenen Plattform, serielle Schnittstellen können über ESPHome ins Netzwerk gebracht werden, Dashboards bekommen neue eingebaute Ansichten und Automationen lassen sich in der UI deutlich konkreter formulieren.
Gerade für Setups mit vielen Sensoren, älteren Geräten, ESPHome Nodes, Media Playern oder Saugrobotern lohnt sich ein genauer Blick. Denn viele Änderungen wirken erst einmal klein, lösen in der Praxis aber ziemlich alltägliche Smart-Home-Probleme.
RF wird zur eigenen Plattform in Home Assistant
Die vermutlich wichtigste technische Neuerung ist die neue Radio Frequency Plattform. Damit behandelt Home Assistant RF ähnlich wie seit dem letzten Release bereits Infrarot. Es geht also nicht nur um eine einzelne neue Integration, sondern um eine gemeinsame technische Basis für Geräte, die über Funk im Sub-GHz Bereich gesteuert werden.
Damit sind typische Geräte gemeint, die zwar eine Fernbedienung haben, aber kein WLAN, kein Zigbee, kein Z-Wave und kein Matter sprechen. Beispiele sind 433 MHz Steckdosen, motorisierte Rollos, Deckenventilatoren, Garagentore, Funk-Türklingeln, Lichterketten oder bestimmte Dunstabzugshauben.
Wichtig ist: Die neue RF Integration richtest du nicht direkt als normales Gerät ein. Sie stellt einen RF Sender als Entity Plattform bereit. Andere Integrationen können diesen Sender dann nutzen, um konkrete Befehle an ein Gerät zu schicken.
Praktisches Beispiel: Du hast eine Funk-Lichterkette, die bisher nur mit einer kleinen Fernbedienung geschaltet werden konnte. Mit einem passenden RF Sender kann Home Assistant diese Lichterkette jetzt direkt einbinden. Danach kannst du sie wie andere Geräte automatisieren, zum Beispiel abends einschalten, bei Abwesenheit ausschalten oder mit einer Szene kombinieren.
Für DIY Projekte ist das besonders interessant, weil du mit ESPHome und einem günstigen CC1101 Modul eine eigene RF Bridge bauen kannst. Das ist noch kein fertiges Plug-and-play Erlebnis, aber die Grundlage ist jetzt nativ in Home Assistant vorhanden. Und genau das ist der wichtige Punkt: Künftige RF Integrationen müssen nicht mehr jedes Mal ihre eigene Funklogik mitbringen.
ESPHome Serial Proxy: serielle Geräte müssen nicht mehr am Home Assistant Server hängen
Die zweite große technische Neuerung betrifft serielle Schnittstellen. Home Assistant 2026.5 unterstützt über ESPHome einen Serial Proxy. Damit kann ein serielles Gerät an einem ESPHome Node hängen und trotzdem von Home Assistant genutzt werden, als wäre es lokal per USB angeschlossen.
Das ist besonders nützlich für Geräte, die über UART, RS232 oder ähnliche serielle Verbindungen kommunizieren. Beispiele aus den Release Notes sind Energiezähler mit P1 Port oder AV Receiver mit RS232 Anschluss.
Vorher musste so ein Gerät direkt am Home Assistant System hängen oder über ein langes Kabel verbunden werden. Jetzt kannst du den ESP dort platzieren, wo das serielle Gerät sitzt. Home Assistant findet den entfernten seriellen Port dann über das Netzwerk.
Ein Smart Meter im Zählerschrank kann per ESPHome angebunden werden, auch wenn dein Home Assistant Server ganz woanders steht.
Ein älterer Denon Receiver mit RS232 kann lokal und ohne Cloud gesteuert werden.
Auch andere serielle Geräte wie Projektoren, Multiroom Audio Systeme oder Spezialhardware werden damit deutlich flexibler integrierbar.
Unter der Haube wurde dafür die serielle Kommunikation in Home Assistant modernisiert. Statt der bisherigen pyserial Basis kommt jetzt serialx zum Einsatz. Integrationen erhalten außerdem einen neuen Serial Port Selector in der UI. Dort erscheinen lokale USB Ports und entfernte ESPHome Serial Proxies nebeneinander.
Wichtig für die Praxis: Das ist aktuell eher etwas für technisch versierte Nutzer. Du brauchst eine passende ESPHome YAML Konfiguration, musst den ESP flashen und das serielle Gerät korrekt mit dem ESP verbinden. Aber ich bin mir sicher, unter Euch sind schon einige, die bei dieser Sorte Feature, direkt ihren Lötkolben vorwärmen.
Neues Maintenance Dashboard für Batterien
Mit 2026.5 kommt außerdem ein neues Maintenance Dashboard. Der erste Fokus liegt auf Batterie-Entities.
Das Dashboard sammelt automatisch alle Batterie-Entities in deinem System, gruppiert sie nach Bereichen und hebt niedrige Batteriestände hervor. Du musst dafür kein eigenes Dashboard bauen und auch nicht in der Entitätenliste nach einzelnen Sensoren suchen.
Das hilft vor allem bei größeren Installationen. Wenn ein Bewegungsmelder im Flur, ein Fensterkontakt im Schlafzimmer oder ein Zigbee Button im Wohnzimmer schwächelt, siehst du das zentral an einer Stelle. Damit kannst du Batterien tauschen, bevor Automationen plötzlich nicht mehr zuverlässig auslösen.
Security Dashboard bekommt eine Aktivitätsleiste
Auch das eingebaute Security Dashboard wird erweitert. Auf breiteren Bildschirmen gibt es jetzt eine Activity Sidebar mit einem 24 Stunden Verlauf sicherheitsrelevanter Ereignisse.
Dort tauchen zum Beispiel Ereignisse von Kameras, Schlössern, Alarmanlagen, Tür- und Fenstersensoren, motorisierten Abdeckungen und Personen auf. Voraussetzung ist die Logbook Integration, die standardmäßig aktiv ist.
In der Praxis heißt das: Du kannst direkt im Security Dashboard sehen, ob die Haustür geöffnet wurde, jemand nach Hause gekommen ist oder eine Kamera Bewegung erkannt hat. Dafür musst du nicht erst ins Logbook wechseln oder dir eine eigene Verlaufskarte bauen.
Neue Shortcut Card für Dashboards
Für selbst gebaute Dashboards kommt eine neue Shortcut Card. Sie sieht ähnlich aus wie eine Tile Card, ist aber nicht an eine Entity gebunden. Stattdessen führt sie eine Aktion aus oder bringt dich direkt an eine andere Stelle.
Navigation zu einem anderen Dashboard, einer View, einem Bereich oder einer Geräteseite
Öffnen einer URL in einem neuen Tab, zum Beispiel Router, NAS, Dokumentation oder Grafana
Start von Assist
Ausführen einer Aktion, zum Beispiel alle Lichter ausschalten
Ein konkretes Beispiel: Du kannst dir auf der Startseite eine Shortcut Card für dein Energie Dashboard, deine Kameras, dein NAS Webinterface und Assist bauen. Damit wird dein Dashboard weniger zur reinen Geräteansicht und mehr zur Schaltzentrale.
Praktisch ist auch, dass Home Assistant bei Navigationszielen automatisch Titel, Icon und Farbe übernehmen kann. Du kannst diese Werte aber überschreiben und die Karte horizontal oder vertikal darstellen. Zusätzlich gibt es die Shortcuts auch als Badge für die obere Badge Zeile einer View.
Tile Cards werden für Media Player und Wetter deutlich nützlicher
Die Tile Card bekommt in 2026.5 mehrere neue Funktionen, vor allem für Media Player und Wetter-Entities.
Media Player: Quelle, Sound Mode und eigene Playback Buttons
Bei Media Playern kannst du direkt in der Tile Card neue Features anzeigen lassen. Dazu gehören ein Dropdown für die Quelle und ein Dropdown für den Sound Mode. Unterstützt dein Receiver zum Beispiel HDMI Eingänge, Spotify, Radio oder Sound Modi wie Movie, Music oder Night, kannst du diese direkt auf dem Dashboard umschalten.
Außerdem lässt sich die Playback Feature Leiste jetzt genauer anpassen. Du kannst festlegen, welche Buttons angezeigt werden und in welcher Reihenfolge. Zur Auswahl stehen unter anderem Ein/Aus, Play, Pause, Play/Pause, Stop, vorheriger Titel und nächster Titel.
Das klingt banal, ist aber im Alltag sehr sinnvoll. Ein TV braucht vielleicht keinen separaten Play Button, ein Lautsprecher aber sehr wohl. Ein AV Receiver braucht eher Eingangswahl und Sound Mode. So wird die Tile Card weniger generisch und passt besser zum jeweiligen Gerät.
Wetter: Stundenprognose, Tagesprognose und Niederschlag direkt in der Tile Card
Auch Wetter-Entities bekommen neue Tile Card Features. Die Karte kann jetzt eine stündliche Prognose als Temperaturverlauf anzeigen. Standardmäßig werden 24 Stunden dargestellt. Dadurch siehst du direkt, ob es im Tagesverlauf wärmer wird, abkühlt oder ein Temperaturknick bevorsteht.
Zusätzlich gibt es eine Tagesprognose. Dabei werden kommende Tage oder Halbtage als Temperaturbereiche mit Minimum und Maximum dargestellt. Eine Linie markiert die aktuelle Temperatur als Referenz. Wenn die Wetterintegration Niederschlagsdaten liefert, kann auch Regen oder Schnee visualisiert werden.
Damit brauchst du für eine schnelle Wetterübersicht nicht zwingend eine separate Wetterkarte. Eine kompakte Tile Card reicht oft schon aus, um Temperaturtrend und Niederschlag auf dem Dashboard sichtbar zu machen.
Automationen verstehen jetzt besser, wie lange ein Zustand anliegt
Wichtig vorweg: Diese Neuerung betrifft die neuen zweckbezogenen Trigger und Bedingungen aus Home Assistant Labs. Falls du die Funktion nicht findest, musst du das entsprechende Labs Feature zuerst unter Einstellungen → System → Labs aktivieren.
Bei diesen neuen zweckbezogenen Triggern und Bedingungen gibt es nun eine wichtige Ergänzung: Dauerangaben. Damit kann der Automationseditor besser abbilden, dass ein Zustand nicht nur kurz eintreten, sondern für eine bestimmte Zeit bestehen muss.
Wichtig dabei: Die grundsätzliche Logik ist nicht neu. Mit dem normalen State Trigger und for: konnte Home Assistant solche Automationen schon lange umsetzen. Neu ist vor allem, dass diese Dauerangaben jetzt direkt in vielen der neuen zweckbezogenen Trigger und Bedingungen in der UI verfügbar sind.
Beispiele
Wenn die Haustür länger als 2 Minuten offen ist, sende eine Erinnerung.
Wenn im Büro seit 15 Minuten keine Bewegung erkannt wurde, schalte das Licht aus.
Wenn das Schlafzimmerfenster seit mindestens einer Stunde geschlossen ist, starte den Luftreiniger.
Wenn das Garagentor nach Sonnenuntergang länger als 30 Minuten offen steht, sende eine Push Nachricht.
Für erfahrene YAML Nutzer ist das also keine neue Automationsmagie. Es ist eher eine bessere Abbildung bestehender Möglichkeiten im neuen Automationseditor.
Für Einsteiger ist das trotzdem eine sinnvolle Verbesserung. Viele typische Smart Home Automationen bestehen genau aus solchen Zeitbedingungen. Wenn diese direkt in den passenden Triggern und Bedingungen auftauchen, muss man weniger über technische Zustände, Templates oder YAML nachdenken.
Dazu kommen weitere neue Trigger und Bedingungen. Media Player können jetzt zum Beispiel auslösen, wenn sie starten, pausieren, eingeschaltet oder ausgeschaltet werden. Timer bekommen Trigger für gestartet, pausiert, neu gestartet, abgebrochen und beendet. Außerdem gibt es einen neuen standardisierten Trigger für Türklingel Events.
Saugroboter und Mähroboter bekommen ein neues More Info Dialog Design
Der More Info Dialog für Staubsauger und Rasenmäher wurde überarbeitet. Neben einer moderneren Darstellung gibt es auch funktionale Verbesserungen.
Bei Saugrobotern sitzt der Akkustand jetzt prominenter im Header. Die wichtigsten Aktionen wie Start, Pause und Zurück zur Station werden einheitlich in einer Button Reihe dargestellt. Dazu kommt eine neue Clean by area Ansicht.
Damit kannst du Home Assistant Bereiche den Räumen deines Saugroboters zuordnen und anschließend gezielt einzelne Bereiche reinigen lassen. Beispiel: Du ordnest den Home Assistant Bereich Küche dem Kartenbereich deines Roboters zu und kannst dann direkt aus dem Dialog heraus nur die Küche reinigen lassen.
Für Template Vacuums gibt es passend dazu ebenfalls eine Erweiterung. Sie können jetzt Segmente beziehungsweise Räume bereitstellen und eine clean_segment Aktion anbieten. Dadurch können auch selbst gebaute oder abstrahierte Staubsauger-Entities besser mit der neuen Raumreinigung umgehen.
Code Editor mit Autocomplete für YAML und Templates
Ein weiteres starkes Detail betrifft die Code Editoren in Home Assistant. Sie bekommen kontextbezogene Autovervollständigung für YAML und Jinja2 Templates.
Wenn du innerhalb von {{ ... }} oder {% ... %} arbeitest, schlägt der Editor nun Template Funktionen, Filter, Tests und globale Werte vor. Die Vorschläge enthalten Signaturen, Beschreibungen und Tab Stopps für Argumente.
Besonders praktisch: Der Editor kann auch passende IDs vorschlagen. Dazu gehören Entity IDs, Device IDs, Area IDs, Floor IDs und Label IDs. Wenn du zum Beispiel states(), is_state() oder state_attr() verwendest, musst du Entity IDs nicht mehr so häufig aus den Entwicklerwerkzeugen kopieren.
Das reduziert Tippfehler und macht Templates deutlich angenehmer. Gerade bei längeren Template Sensoren, dynamischen Benachrichtigungen oder komplexeren Bedingungen ist das ein echter Fortschritt.
Templating Dokumentation wurde komplett überarbeitet
Passend zum neuen Autocomplete wurde auch die Templating Dokumentation massiv erweitert. Es gibt 14 neue Lernseiten, zwei vollständige Tutorials und eine Referenz für mehr als 200 Template Funktionen, Filter und Tests.
Die Tutorials behandeln unter anderem eine tägliche Low Battery Benachrichtigung und einen Sensor für die durchschnittliche Temperatur im Zuhause. Das sind keine abstrakten Beispiele, sondern typische Anwendungsfälle, die viele Home Assistant Nutzer direkt nachbauen können.
Interessant ist auch die neue Fehlerseite für Templates. Dort werden häufige Fehlermeldungen erklärt. Wenn ein Template also abends um 23 Uhr beleidigt zusammenbricht, findest du künftig hoffentlich schneller die Ursache.
Neue Integrationen in Home Assistant 2026.5
Home Assistant 2026.5 bringt mehrere neue Integrationen. Besonders interessant sind:
Denon RS232: Lokale Steuerung von Denon Receivern über RS232, inklusive Push basierter Statusupdates ohne Cloud.
Duco: Lokale Einbindung von Duco Lüftungssystemen mit CO₂, Luftfeuchtigkeit und zonenbasierter Steuerung.
EARN-E P1 Meter: Echtzeitdaten für Strom und Gas vom Smart Meter über das lokale Netzwerk.
Eurotronic Comet Blue: Bluetooth Heizkörperthermostate lokal einbinden, unter anderem kompatible Modelle wie Sygonix HT100 BT, Xavax Hama und Lidl Silvercrest RT2000BT.
Honeywell String Lights: Steuerung von RF Lichterketten über die neue Radio Frequency Plattform.
Novy Cooker Hood: Steuerung von Licht und Lüfter einer Novy Dunstabzugshaube per RF Sender.
Victron GX: Monitoring und Steuerung von Victron Systemen wie Cerbo GX, Venus GX und Color Control GX über MQTT.
Teleinfo: Lokales Auslesen französischer Linky Zähler und älterer elektronischer Zähler über das TIC Protokoll.
Verbesserungen bei bestehenden Integrationen
Auch bestehende Integrationen bekommen relevante Erweiterungen. Ein paar Beispiele:
MQTT unterstützt jetzt zusätzlich time, datetime und date Entities.
Matter unterstützt Radon Sensoren.
ESPHome Water Heater Entities unterstützen Away Mode.
Shelly bekommt Tilt und Rotation Binary Sensoren für Shelly Cury. Das Shelly Wall Display stellt zusätzlich eine Media Player Entity bereit.
Sonos erhält Schalter für TV Autoplay und Ungroup on Autoplay.
Apple TV unterstützt Texteingabe über Home Assistant.
WLED kann Effekte jetzt pro Segment einfrieren.
Tado nutzt ein dynamisches Update Intervall und fragt aktiver ab, wenn gerade etwas passiert.
SolarEdge bekommt neue Batterie Sensoren für tägliche Lade- und Entladeenergie, Ladezustand und aktuelle Leistung.
UniFi Protect wird deutlich umfangreicher und erhält unter anderem ein Alarm Control Panel, Sirenen und Switches für neue UniFi Geräte. Voraussetzung ist UniFi Protect 7.1 oder neuer.
Mobile App Benachrichtigungen werden Entities
Eine sehr praktische Änderung betrifft die Mobile App Integration. Benachrichtigungen werden jetzt zusätzlich als Notification Entities bereitgestellt.
Dadurch kannst du Geräte wie Smartphones und Tablets über die normale UI gruppieren und dann eine Nachricht an die Gruppe senden. Du musst dafür keine Notify Targets mehr zusammensuchen und auch keine YAML Gruppen basteln.
Beispiel: Du erstellst eine Gruppe für alle Familiengeräte und nutzt diese Gruppe in einer Automation. Wenn Wasser im Keller erkannt wird, bekommen alle Geräte dieselbe Push Nachricht.
Weitere kleine, aber praktische Änderungen
Integrationsdetailseiten bekommen eine Suchleiste. Das hilft besonders z.B. bei großen Zigbee, Z-Wave oder ESPHome Setups.
Dashboard Sichtbarkeitsbedingungen können jetzt auf die aktuelle Entity der Karte verweisen. Das macht wiederverwendbare Karten einfacher.
Sichtbarkeitsbedingungen in Dashboards können jetzt auch Attribute prüfen, nicht nur den State.
Shell Commands können neu geladen werden, ohne Home Assistant neu zu starten.
Sensoren bekommen zusätzliche Einheiten, zum Beispiel mHz bis GHz für Frequenzen und µA für Strom.
Die Toggle Schalter in Entities Cards bekommen ein moderneres Design und lassen sich per Tastatur bedienen.
Breaking Changes: Darauf solltest du vor dem Update achten
Auch bei Home Assistant 2026.5 gibt es ein paar rückwärtsinkompatible Änderungen.
Gardena Bluetooth: Der Wert für das Ende der Bewässerung wurde von einem Binary Sensor zu einem normalen Sensor geändert, der einen Zeitstempel liefert. Automationen und Dashboards mit dem alten Binary Sensor müssen angepasst werden.
pilight: Die Integration wurde deaktiviert, weil die zugrunde liegende Library mit aktuellen setuptools Versionen nicht mehr kompatibel ist.
Ring: Das Doorbell Event nutzt jetzt den standardisierten Event Typ ring statt ding. Automationen, die auf ding hören, musst du ändern.
Supervisor Aktionen: Fehler werden jetzt korrekt geworfen. Wenn eine Automation bisher trotz fehlgeschlagener Supervisor Aktion weiterlaufen sollte, brauchst du continue_on_error: true.
Webhook: Die Option local_only muss jetzt ein echter Boolean sein, also true oder false. Werte wie 1 oder "yes" sind nicht mehr sauber gültig.
LANnouncer: Die Integration wurde entfernt, weil die zugehörige Android App nicht mehr verfügbar ist.
Vor dem Update gilt also wie immer: Backup erstellen, Breaking Changes prüfen und nach dem Update die wichtigen Automationen testen. Besonders relevant sind in diesem Release Ring Türklingel Automationen, Supervisor Skripte, Webhooks und alles, was Gardena Bluetooth oder pilight nutzt.
Fazit zu Home Assistant 2026.5
Home Assistant 2026.5 ist kein reines Komfort Release. Es legt an mehreren Stellen technische Grundlagen, die in Zukunft noch wichtiger werden dürften. RF als native Plattform öffnet die Tür für viele ältere Funkgeräte. ESPHome Serial Proxy macht serielle Hardware deutlich flexibler. Die neuen Dashboard Funktionen sparen Handarbeit. Und die erweiterten Automationsbausteine machen typische Wenn-das-für-X-Minuten-gilt Logiken endlich leichter über die UI nutzbar.
Für Einsteiger sind vor allem Maintenance Dashboard, Shortcut Card, Wetter Tile Card und bessere Automationsbedingungen interessant. Für fortgeschrittene Nutzer sind RF, Serial Proxy, Template Autocomplete und die neuen Integrationsmöglichkeiten die spannenderen Punkte.
Weniger manuelles Dashboard Basteln, weniger YAML für Standardfälle und mehr Möglichkeiten, vorhandene Hardware weiterzuverwenden. Genau so darf ein Home Assistant Update gerne immer aussehen.